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Traditionelle Waffen im AKS-Karate

Zeichnungen: Arvid Neid

 

Verbindungen zum Mittelalter und Gemeinsamkeiten zur

"Alt-Europäischen Kampfkunst"

 

Bei den traditionellen Waffen im AKS handelt es sich um folgende Waffengattungen.

 

Hanbo

 

Bo

 

Sai

 

Tonfa

 

Nunshaku*

*(mit Einschränkungen, für Deutschland NICHT zulässig!!)

 

Literatur zu den Waffengattungen

zu beziehen über Budokonzept Deutschland

 

Waffen im AKS

Grundlagen

Bo, Hanbo, Sai, Tonfa

Erscheinungstermin noch unklar

Autoren:

Reimer

Modl

 

Hanbo im AKS-Karate

Autor:

Modl

Erscheinungstermin noch unklar

Bo im AKS-Karate

Autor:

Reimer

Erscheinungstermin noch unklar

 

Sai im AKS Karate

Autor:

Reimer

Erscheinungstermin noch unklar

Tonfa im AKS Karate

Autor:

Reimer

Erscheinungstermin noch unklar

 

 

Tips für Lehrgänge

Hanbo, Andreas Modl 7. Dan

Die wohl besten Kobudo Lehrer in Deutschland für: Sai, Tonfa und Bo. Heinrich Reimer und Enzio Harpaintner

 

Informationen über die gebräuchlichsten Waffen im AKS

 

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie



Bō im Größenvergleich mit einem Menschen

Der [boː] (jap. 棒, dt. Stock), auch Langstock, ist eine Waffe aus Okinawa (dort Kun genannt), Japan, die beispielsweise im Bujinkan, im Kobudō, in verschiedenen Schulen des Koryu, aber auch in bestimmten Karate-Stilen eingesetzt wird. Die Kampftechnik mit dem Bō wird als Bōjutsu bezeichnet.

In vietnamesischen Kampfkünsten wird die Bezeichnung „Con“ verwendet. Im chinesischen Wushu findet eine Variante mit dem Namen „Gun“ Anwendung. Dieser ist jedoch an einem Ende dünner als am anderen Ende.

Der Bō wurde erstmals von den Shaolin-Mönchen eingesetzt, durch die er dann auch nach Japan gelangte. Den Mönchen war es damals von der Regierung verboten, Waffen zu tragen. Da sie auf ihren Reisen jedoch oft überfallen wurden mussten sie eine unauffällige Waffe entwickeln und meistern, die unscheinbar und dennoch wirkungsvoll ist. Sie trugen auf ihren Reisen fortan also den Bō als Wanderstab, der sich in Kampfsituationen sofort als Waffe verwenden ließ. Noch heute beherrschen die Shaolin die Stabkunst mit großem Können.

 

Aussehen 

Traditionell ist er ein 182 cm langer und ca. 2,5-3 cm durchmessender Stock aus Hartholz (meist rote oder weiße Eiche, seltener aber auch aus Kunststoff oder Metall); wobei man für heutiges Training sagt, dass die Größe auf dem Trainierenden angepasst sein sollte. Dabei soll der Bo zwei Handbreit länger sein als der Trainierende. In den Schulen des Ryukyu Kobudo wird ein Bō verwendet, der zu den Außenbereichen hin verjüngt ist. Im Yamanni-Ryu wird z. B. ein Bo mit einen Durchmesser von 2,5 cm verwendet. In den Schulen des Kung-Fu wird ein Bō aus Rattan verwendet, das flexibel, günstig und leicht ist. Rattan ähnelt dem bekannteren Bambus, ist aber nicht hohl. Aufgrund der Biegsamkeit lässt sich der Stab kaum ohne technische Hilfsmittel oder Hebelwirkung zerstören.

Techniken und Kampf 

Wer den Kampf mit dem Bō erlernt beginnt mit simplen Schlag- und Stoßtechniken. Im Kung-Fu sind die elementaren Techniken des Bō Wirbel, die man durch schnelles Umgreifen erreichen kann. Man versetzt den Bō in Rotation und nutzt diese Energie, um den Gegner mit dem Ende des Bō an Kopf, Nacken, Arm, Hand, Hüfte, Knie oder Bein zu treffen. Schwingt der Stab mit Höchstgeschwindigkeit, kann er bis zu 90 km/h schnell werden. Darüber hinaus lassen sich Hebeltechniken und Stiche mit dem Stab ausführen.

Als Fortgeschrittener beginnt man zunächst damit, mit einem Partner Kampfübungen (Kumibo anlog zum Kumite im Karate) zu absolvieren. Diese sollen einen zum freien Kämpfen mit dem Partner heranführen.

Im Kampf bzw. der Schlacht wurde der Bō früher von einfachen Soldaten verwendet, da er verhältnismäßig billig herzustellen war. Erfahrene Kämpfer konnten innerhalb kürzester Zeit mehrere Gegner auf über zwei Meter Distanz ausschalten. Die große Reichweite bringt vor allem Vorteile gegenüber Nahkampfwaffen wie Schwertern und anderen Schlagwaffen.

Varianten

Neben dem üblichen „6-Fuß-Bō“ (182 cm) gibt es auch Varianten von ca. 150 cm („5-Fuß-Bō“) und 210 cm („7-Fuß-Bō“) Länge. Der Bō kann außerdem verschiedene Formen im Querschnitt aufweisen: Es existieren runde (Maru-bō), im Querschnitt quadratische (Kaku-bō), sechskantige (Rokkaku-bō) und achtkantige (Hakkaku-bō) Formen der Waffe. Eine weitere Variante ist der aus Bambus gefertigte Bō (Take-bō).

Verwandte Waffen 

Ähnliche aber kürzere Waffen sind der Hanbō (wörtlich Halb-Bō) und der .

Bō-Kata

Folgende Bō-Kata sind bekannt. Im AKS sind die Kata nicht vorgeschrieben

 

  • Renshuho shodan
  • Renshuho nidan
  • Renshuho sandan
  • Taisai no bo
  • Shuji no sho
  • Shuji no dai
  • Shuji no koshigi
  • Sakugawa no sho
  • Sakugawa no chu
  • Sunakake
  • Tsukensunakake

 

 

  • Soeishi no sho
  • Soeishi no dai
  • Sueyoshi
  • Urasue
  • Sesoku
  • Kamei kata
  • Kongo
  • Seme kata
  • Shirotaru no sho
  • Shirotaru no dai
  • Sakugawa no dai

 

 

  • Chatanyara no bo
  • Yonekawa
  • Tsuken bo
  • Shoun
  • Chinenshichanaka
  • Kyushaku bo
  • Uke kata
  • tenryo no kon
  • Kata hitotsu no kon
  • Kata futotsu no kon
  • Kata mittsu no kon

 

 

 

Hanbō

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Hanbō [hamboː] (jap. 半棒) oder zumindest der Begriff entstand seiner Bezeichnung nach (Han = halb, = Stock) vermutlich durch das Zerschlagen eines Bō mit einem Schwert und gehört mit seiner Länge von 80 - 100 cm (Dicke je nach Handgröße ca. 3 - 4 cm) zu den Kurzwaffen.

Im 16. Jahrhundert zählte der Hanbō zu den am weitesten verbreiteten Waffen in Japan. Durch seine geringe Größe ist er recht leicht zu verbergen und kann unter anderem durch Handgelenkdrehungen in schnellen Attacken effektiv im Kampf eingesetzt werden. Allerdings bestehen nur etwa 20 % der Anwendungen mit dieser Waffe aus Stößen und Schlägen. Vielmehr wird der Hanbō zum Hebeln eingesetzt. Später allerdings wurde der Hanbō durch gefährlichere Waffen getauscht, um sich effektiver gegen Samurai zu verteidigen. Der Hanbō ist in mehreren Stilen vorhanden. Im Kobudo, Ninjutsu, Jujutsu, Karate (vers. Stile) und auch im Aikido. Dort wurden die Formen (Kata) weiter unterrichtet und zum Teil auch verändert. Die Vorteile des Hanbo sind im Nahkampf zu finden, wo man neben effektiven Hebel- auch Stoß- und Schlagtechniken anwenden kann. Entsprechend sind außerhalb des Nahkampfes Distanzwaffen wie der Bo dem Hanbō in der Regel überlegen, da sie über eine größere Reichweite verfügen.

Hanbō-Kata

Kata des Hanbojutsu

  • Hanbō kata shodan
  • Hanbō kata nidan
  • Hanbō kata sandan
  • Hanbō kata yondan
  • Hanbō kata kaiten
  • Sanjakubo

Es gibt noch viel mehr Formen, die aus den verschiedenen Stilen stammen.

 

 

 

Sai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 


Zwei Sai

Das Sai [sa.i] (jap. 釵) oder auch Saigabel ist eine Waffe aus Okinawa, die unter anderem auch im Kobudo, Karate Verwendung findet. Die Jitte und das Manjisai sind japanische Varianten des Sai.

Das Sai ist ähnlich aufgebaut wie eine Gabel oder ein Dreizack. Das Sai ist kein, wie irrtümlich oft behauptet wird, landwirtschaftliches oder aus dem Fischfang entstandenes Arbeitsgerät.[1]

Die Mittelzinke ist etwa dreimal so lang wie die beiden äußeren. Die Sai sind je nach Ausführung zwischen 45 cm und 52 cm lang (im besten Fall etwas länger als der Unterarm) und heute meist verchromt oder mattschwarz. Der Schaft ist zumeist rund oder oktagonal. Das Sai existiert in einer Vielzahl von Varianten.

Die einzelnen Teile des Sai haben eigene Namen:

  • Saki (Spitze)
  • Monouchi (Körper) – der lange Schaft
  • Moto (Zentrum) – Kreuz zwischen Körper und Griff
  • Yoku (Flügel) – die Seitenschäfte
  • Tsume (Flügelspitze)
  • Tsuka (Griff)
  • Tsuka-Gashira (Knauf)

Sai werden meist paarweise geführt, wobei hier verschiedene Grifftechniken Anwendung finden. Neben Block-, Schlag- und Stoßtechniken sind auch Klemmtechniken möglich. So kann ein Schwert abgefangen und mit einem platzierten Schlag unter Spannung gebrochen werden. Auch Entwaffnungstechniken sind mit Sais möglich. Auch besteht beim Kampf mit nicht geschliffenen Sai-Gabeln die Möglichkeit binnen kürzester Zeit mit den Handrücken einen der Flügel und mit dem Daumen an das gegenüberliegende Ende des Zentrums zu greifen. Dies eröffnet dem Kämpfenden die Möglichkeit einen Kontrahenten Treffer mit dem meist stumpfen Knauf zuzufügen. Der Knauf hatte in historischen Versionen oftmals die Form einer Münze. Damit konnten Sai zwischen die Rippen des Gegners gestoßen und mit einer 90-Grad-Drehung um die Längsachse und dem anschließenden ruckartigen Herausziehen schwere Verletzungen verursacht werden. Einzig das relativ hohe Gewicht der Sai mag sich in einem Kampf negativ auswirken.

Häufig wurde zusätzlich zu den zwei offen getragenen Sai ein drittes Sai verdeckt unter der Kleidung getragen. Beim Angriff konnte so eins der beiden offen getragenen Sai nach dem Gegner geworfen werden, aber weiterhin, durch das Ziehen der verdeckten Sai, mit zwei gezogenen Sai gekämpft werden.

Sai werden als Waffe u. a. auch in den chinesischen Wushu, im indonesischen/malaysischen Silat, im vietnamesischen Co Vo Dao, Vu khi Thuat und im indischen Kalarippayat eingesetzt.

 

Tonfa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Der Tonfa als Einsatzwaffe der österreichischen Polizei.

Der Tonfa ist ein Schlagstock mit dem charakteristischem Quergriff mit vielfältigen Einsatzgebieten. Der Tonfa wird in der Kampfkunst, Kampfsportarten wie dem Kobudo, Ju-Jutsu und der Selbstverteidigung gebraucht. Verschiedene Polizeieinheiten verwenden den Tonfa als Waffe, in Deutschland wird der Tonfa als Mehrzweckeinsatzstock verwendet.

Historisches


Zwei japanische Kampf-Tonfas

Okinawanische Bauern „entdeckten“ ursprünglich den Tonfa, obwohl der Ursprung in China lag, man nennt es dort Guai/Kuai. Der Ursprung des Tonfas ist nicht mehr nachzuvollziehen, es gibt jedoch auch Texte und Bilder, welche belegen, dass er ehemals eine Kurbel an Mühlsteinen war, welche schließlich zur Waffe umfunktioniert wurde. Der Grund für die Entwicklung von Tonfa war wie bei allen Okinawa-Bauernwaffen (Sai, Kama, Nunchaku, usw.) das Verbot des Schwert-Tragens außerhalb der Samurai-Kaste. Um sich gegen diese Waffe verteidigen zu können, wurden die verschiedenartigsten Feldgeräte umfunktioniert und zweckentfremdet. Der Umgang mit diesen sogenannten „Bauernwaffen“ wurde jedoch auch in den höheren Gesellschaftsschichten Okinawas geübt (Bsp.: Chatan Yara, Bushi Matsumura usw.).

Heute kennt man den Tonfa eher als Schlagstock bzw. Mehrzweckeinsatzstock (Hiebwaffe der Polizei) und aus zahlreichen Filmen. Diese neuen Formen haben jedoch nichts mit der ursprünglichen Waffe und der traditionellen Anwendung zu tun. Das Tonfa wurde grundsätzlich paarweise benutzt und konnte dem Gegner schwere bzw. tödliche Verletzungen zufügen. Diese Art der Anwendung findet man noch in den verschiedenen Schulen des Kobudos.

Eckdaten


Schematische Darstellung eines Tonfa-Schlagstocks

Das Unterarmholz ist beim modernen Tonfa in der Regel 50 cm lang, beim traditionellen 1-2 cm länger als der Unterarm. Der darauf verkeilte Griff ist etwa 15 cm lang. Ursprünglich war er aus Holz, mittlerweile gibt es einige alternative Materialien wie Hartgummi, PVC und andere. Meistens sind der Griff sowie das Griffstück des Unterarmholzes noch zusätzlich mit einem Knauf sowie mit Rillen versehen, um ein Herausreißen oder Fallenlassen der Waffe zu verhindern.

Handhabung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Tonfa zu führen. Bei der bekanntesten führt man ihn mit der Faust um den Griff, so schützt das Unterarmholz den Unterarm. Hier sind schnelle Drehschläge aus dem Handgelenk möglich. Der ursprüngliche Tonfa wurde als Paarwaffe benutzt mit dem Ziel, den Schlag des Gegners zu blocken (1. Tonfa) und ihm dann eine Verletzung zuzufügen (2. Tonfa).

Des Weiteren kann man den Tonfa auch unterhalb des Quergriffs greifen, so schützt der Quergriff die Hand und man kann die lange Seite wie einen kurzen Knüppel verwenden. Greift man den Tonfa am langen Ende, so kann man ihn wie einen Kriegshammer oder ein Tomahawk einsetzen.

Polizeieinsatz


Der Tonfa als Einsatzwaffe der deutschen Polizei

Der Tonfa – polizeiinterne Bezeichnung „EMS schwer“ (EinsatzMehrzweckStock, schwer) – ist eine der wichtigsten Waffen der deutschen Polizei und wird zum Schutz der Polizeibeamten bei Festnahmen von Gewalttätigen oder als Mittel des unmittelbaren Zwangs von Streifenpolizisten wie auch von Angehörigen der Bereitschaftspolizei eingesetzt.

Zudem erfüllt er aber auch ganz andere Aufgaben, so z. B. die Verwendung als Hebelwerkzeug zum Öffnen von verklemmten Fahrzeugtüren nach Unfällen oder zum schnellen Einschlagen von Scheiben und der anschließenden Bergung von Personen.

Militär

Auch bei der deutschen Bundeswehr wird seit geraumer Zeit der Tonfa als Schlagstock genutzt. Diese Waffe (als RMS - Rettungsmehrzweckstock bezeichnet) ist jedoch ausschließlich der Militärpolizei (Feldjäger) vorbehalten. Der RMS dient als „Hilfsmittel körperlicher Gewalt“ und stellt somit ein Einsatzmittel unterhalb der Schwelle des Schusswaffengebrauchs dar. Deutsche Militärpolizisten müssen jährlich im Zuge eines Trainings ihre Fertigkeiten im Umgang mit dem Tonfa üben.

Literatur

 

 

Nunchaku

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Das Nunchaku [nɯn.tɕa.kɯ] (jap. ヌンチャク oder 双節棍 nunchaku  anhören ?/i, in Deutschland, vor allem in juristischem Kontext, zuweilen auch „Würgeholz“ genannt), ist eine der traditionellen Bauernwaffen im Kobudo und wurde auf Okinawa (Japan) aus einem Dreschflegel, also einem Alltagsgegenstand der Bauern, entwickelt. Das Sansetsukon ist ähnlich aufgebaut, besteht allerdings aus drei gleich großen Teilen und unterscheidet sich vom zweiteiligen Nunchaku erheblich in der Handhabung und Größe.

Bekannt geworden ist es im Westen durch die meisterhafte Handhabung durch Bruce Lee.


Nunchaku

 

Bezeichnungen

Das japanische Wort entspricht dem chin. 雙節棍 / 双节棍, shuāng jié gùn. In China wird die entsprechende Waffe auch als 兩節棍 / 兩节棍, liǎng jié gùn „paargliedriger Stock“ bzw. 二節棍 / 二节棍, èr jié gùn „zweigliedriger Stock“ bezeichnet. Eine in Japan seltener anzutreffende alternative Bezeichnung ist 梢子棍, shōshikon, zu deutsch „Schiffersstock“.

Aufbau

Das Nunchaku besteht in der Regel aus zwei gleich langen Holzstücken, die mit einer Kette (jap. , kusari) oder mit einer Schnur (jap. , himo) verbunden sind. In der Regel haben die Hölzer eine Länge von 30 cm, wobei handgefertigte der Unterarmlänge des Benutzers angepasst werden. Die Schnur oder Kette weist meist eine Länge von 10-15 cm auf.

Unterteilt wird das Nunchaku in:

  • himo oder kusari = Schnur oder Kette
  • kontō = oberes Ende
  • jōkonbu = oberes Drittel
  • chūkonbu = mittleres Drittel
  • kikonbu = unteres Drittel
  • kontei = Basis/Ende[1]

Varianten http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nunchaku&action=edit&section=3


Verschiedene Nunchaku-Typen.

Es gibt viele Varianten des Nunchaku, wobei das zweiteilige das bekannteste ist. Daneben gibt es aber noch:

  • Sansetsukon nunchaku: Besteht aus drei gleichlangen Hölzern. Nach dem zweiteiligen Nunchaku ist dies sicherlich die bekannteste Variante.
  • Sosetsukon nunchaku: Nunchaku aus einem langen und einem kurzen Holz. In der Regel ist der lange Teil dreimal so groß wie der kurze.
  • Yonsetsukon nunchaku: Ein Nunchaku, das aus vier Hölzern besteht, den zwei langen links und rechts außen und den beiden kurzen, die sich innen befinden.

Nachfolgend wird aber, soweit nicht anders erwähnt, auf das bekanntere zweiteilige Nunchaku Bezug genommen.


Davon abgesehen unterscheidet man Nunchaku nach dem Profil der Hölzer:

  • Hakakukei nunchaku: Ein Nunchaku mit zwei achtkantigen Hölzern
  • Rokakukei nunchaku: Zwei Sechskanthölzer
  • Marugata nunchaku: Zwei zylindrische Hölzer

Das sind die Arten des Nunchaku, wie sie seit Hunderten von Jahren bekannt sind. Es gibt aber auch in der heutigen Zeit noch Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen.

Moderne Weiterentwicklungen

  • Kugellager: Eine moderne Weiterentwicklung ist das Kugellager, das sich am oberen Ende (Kontoh) befindet. Somit ist die Kette nicht mehr direkt am Holz fixiert, was das Wirbeln mit den Nunchakus erleichtert, da sich die Kette nicht mehr aufzwirbeln kann. Nachteilig daran ist jedoch, dass die kleinen mechanische Teile des Kugellagers empfindlicher als eine starre Befestigung sind und somit nicht so zuverlässig sein können. Im sportlichen Bereich sind diese Nunchaku nur selten anzutreffen.
  • Soft-Nunchaku: Diese sind zumeist aus dünnen Holz- oder Kunststoffstäben gefertigt, die mit einem weichen Material umhüllt sind. Sie finden Anwendung bei Anfängern und bei Partnerübungen, da die Verletzungsgefahr gegenüber Nunchaku aus härteren Materialien erheblich verringert ist. Allerdings sind mit Soft-Nunchaku bei weitem nicht so hohe Geschwindigkeiten wie mit Nunchaku aus festeren Materialien zu erreichen.
  • Sport-Nunchaku: Diese Nunchaku sind speziell für Wettkampfzwecke (Sport-Nunchaku-Do) entwickelt worden. Ähnlich wie die Soft-Nunchaku bestehen sie aus dünnen Kunststoffstäben, die mit einem Schaumstoff ummantelt und mit einer Nylonschnur verbunden sind. Jedoch sind sie für den Wettkampfsport optimiert. Außerdem weisen manche Modelle eine Sollbruchstelle auf, die einen Missbrauch (Würgen) verhindern soll.
  • Artistik-Nunchaku oder Freestyle-Nunchaku: Darunter sind relativ kleine und besonders leichte und ausgewogene Nunchaku zu verstehen, was ein sehr gutes Handling und aufgrund der geringen Masse auch eine hohe Geschwindigkeit verspricht. Sie werden hauptsächlich von erfahrenen Sportlern zu Demonstrationszwecken, etwa auf Budo-Galas eingesetzt.
  • Leucht-Nunchaku: Auch dieses Nunchaku ist speziell für Vorführungen bestimmt und besteht in der Regel aus zwei Acrylglasröhren, in die Knicklichter eingeführt werden. Es sind aber auch andere Konstruktionen möglich, beispielsweise mit LED. Andere Bezeichnungen sind Glowstick-Nunchaku oder Glowstick Twisters.
  • Lissajous-Nunchaku: Diese unterscheiden sich von anderen Nunchaku hauptsächlich durch längere Stäbe und eine sehr kurze Schnur, was eine erhöhte Kontrolle versprechen soll. Auch unter dem Namen Penchaku bekannt.

Ursprung/Geschichte

Das chinesische Nunchaku 

Nach einer alten chinesischen Legende soll während der nördlichen Song-Dynastie, gegründet um 960 n.Chr., der Kaiser Chao K'ung Yin/ Zhao Kuangyin (Taizu) den Vorläufer des Nunchaku erfunden haben. Des Kaisers, der vorher ein General war, liebste Waffe soll der Speer gewesen sein, und mit diesem trat er auch in einem Wettkampf gegen einen seiner Offiziere an. Der Offizier zerschlug mit seinem Schwert den Speer des Kaisers in drei Stücke. Diese drei Teile soll der Kaiser dann mit einer Kette verbunden haben, und die Waffe wurde San Jie Gun (Dreigliederstab) (okinaw. Sansetsukon) benannt. Später erwies es sich als effektiver, nur zwei Hölzer zu verwenden. Als er seine Waffe meisterte, forderte er den Offizier erneut heraus und besiegte ihn. Die Variante des Kaisers bestand aus einem langen Holz (ca. 1 m) und einem kurzen (ca. 30 cm), (Shao Gun, Zweigliederstab, Dreschflegel), es gibt aber auch welche, die mit einer Kette mit gleich langen Holzstäben (Shuang Jie Gun) verbunden sind. Diese ursprüngliche Form des Nunchakus war es auch, die um 1300 ihren Weg nach Okinawa fand.

Das okinawanische Nunchaku 

Auf der Insel Okinawa erfuhr das Nunchaku einige Veränderungen. Man verwendete nun gleich lange Hölzer und experimentierte mit Kanthölzern wie zum Beispiel Acht/Sechskant und veränderte die Länge der Kette/Kordel. Ebenfalls wurde erst auf Okinawa aus dem Nunchaku eine Waffe und die dazugehörige Technik entwickelt. Ursprünglich wurde das Nunchaku als Handwerksgerät der Bauern verwendet. Die Bauern droschen damals ihren Reis mit dem Doppelholz und trennten ihn damit von den Spelzen, vergleichbar mit dem Dreschflegel. Doch als dann durch die Shimazu aus Satsuma sämtliche Waffen eingesammelt wurden, übersah man das Nunchaku, da niemand erwartet hatte, dass aus dem primitiven Werkzeug eine tödliche Waffe entwickelt werden konnte, die einem bewaffneten Satsuma-Samurai gefährlich werden konnte. Doch dies geschah im 17. Jahrhundert, als die unauffällig zu tragende Waffe an Popularität gewann. Im allgemeinen sind die traditionellen japanischen Nunchakus mit einer Schnur statt mit einer Kette verbunden.

Umgang mit dem Nunchaku

Ein Nunchaku-Handgriff

Das Nunchaku ist im Vergleich zu anderen ähnlich effektiven Schlagwaffen dieser Kategorie (mit Ausnahme von teleskopischen Waffen) relativ klein. Deswegen kann es leicht verdeckt mitgeführt werden. Die Wirkung beim Aufprall richtet einen erheblichen Schaden an. Allerdings kann das Nunchaku ohne Training für den Anwender selbst eine erhebliche Gefahr darstellen.

Das Nunchaku offenbart dem Anwender eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken:

Stoß: Es ist möglich, im Nahkampf mit dem Nunchaku zuzustoßen, wobei man beide Hölzer in der Hand hält und die etwas spitzer zulaufenden Enden (Kontoh) in die Nervenaustrittspunkte rammt (entsprechende anatomische Kenntnisse vorausgesetzt).

Wirbeln: Eine andere Möglichkeit ist das Wirbeln, wobei man eines der Hölzer am unteren Teil (Kikon-Bu) hält und das an der Kette baumelnde Stück schwingt. Damit schlägt man nicht ziellos durch die Gegend, sondern man „malt Figuren“ in die Luft wie zum Beispiel die Achterschleife. Die Achterschleife ist eine einfache Figur, die aussieht wie eine auf der Seite liegende Acht, wobei das frei schwingende Holzstück von rechts oben nach links unten und von links oben nach rechts unten schwingt. Das ganze geschieht bei geübten Leuten so schnell, dass man das Nunchaku kaum noch sieht, dafür aber hört und den Luftzug spürt. Durch Drehung um die eigene Achse lassen sich so sogar Gegner aus verschiedenen Richtungen in Schach halten.

Schwingen: Beim Schwingen wird auch ein Teil des Nunchaku gehalten und mit dem anderen zugeschlagen. Das ganze kann ein Rundumschlag sein, von links nach rechts oder von oben nach unten wie auch umgekehrt. Nach dem Schwung fängt man das Ende wieder auf. Aufgefangen wird durch Abbremsen des Nunchaku am eigenen Körper, der freien Hand oder den Achselhöhlen. Beim Verfehlen des Ziels wird oft das Nunchaku mit der freien Hand aufgefangen. Dadurch kann man gegebenenfalls die Hand wechseln, womit man den Gegner auch verwirren kann. Die Hand wird allerdings nicht einmal annähernd so oft gewechselt, wie man nach dem Anschauen gewisser Bruce-Lee-Filme vermuten könnte.

Würgen/Packen: Eine andere Methode ist das Würgen, das beim Kampf oder der Selbstverteidigung jedoch nicht vorkommt, sondern beim vorsätzlichen Töten des Gegners. Dazu tritt man hinter den Gegner, legt die Kette um den Hals und fasst die Hölzer mit gekreuzten Armen. Rechte Hand am linken Holz und umgekehrt. Wenn man nun die x-förmig gekreuzten Hölzer zusammenzieht, wird sowohl die Luft als auch die Blutzufuhr unterbunden, da die Hölzer auch die Halsschlagadern abdrücken. Durchaus üblich ist diese Methode auch am Handgelenk oder der Waffe des Gegners, wie zum Beispiel einem Baseballschläger. Auf diese Weise lässt sich der Gegner leicht entwaffnen.

Sportgerät

Als Sportgerät trainiert das Nunchaku vor allem die Koordination und die Konzentration des Trainierenden. Außerdem lassen sich die Nunchaku-Techniken gut mit einer Vielzahl von Übungen aus dem Karate oder auch Jiu-Jitsu kombinieren.

Rechtslage im deutschsprachigen Raum

Deutschland 

In der Bundesrepublik Deutschland sind Nunchaku und andere Waffen, „die nach ihrer Beschaffenheit und Handhabung dazu bestimmt sind, durch Drosseln die Gesundheit zu schädigen“, verboten.[2]

Gemäß Feststellungsbescheid des BKA betrifft dieses Verbot auch alle Arten des sogenannten „Soft-Nunchaku“ (siehe den Abschnitt Varianten).[3] Dieser Bescheid wurde aber erst am 24. April 2006 durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Wiesbaden gültig, da zunächst Klage gegen den Feststellungsbescheid eingereicht wurde, diese aber letztendlich abgewiesen wurde.[4] Das Urteil ist in Fachkreisen umstritten.

Österreich 

Nunchakus werden in Österreich seit Jahren nicht mehr generell als Totschläger angesehen. Das Bundesministerium für Inneres, Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit, hat mit Erlass vom 24. September 1981, Z. 59.30/29-II/13/81, unter anderem Folgendes bekannt gegeben:

1. Die vorbehaltlose Einstufung der Nunchaku-Schlagwaffe als verbotene Waffe (Totschläger) wird nicht aufrecht erhalten.

2. Die Qualifikation eines Gegenstandes als Totschläger im Sinne des § 17 Abs. 1 Z 6 des Waffengesetzes 1996 ist im Einzelfall zu prüfen, wobei Geräten mit zwei durch eine Gliederkette verbundenen Rundhölzern diese Qualifikation nicht zukommt.

3. Die Nichteinstufung eines Gegenstandes als Totschläger führt jedoch nicht automatisch dazu, dass auch die Qualifikation als Waffe im Sinne des § 1 WaffG 1996 verloren geht.

Schweiz Erwerb, Mitführen, Tragen und Einfuhr von Nunchaku ist in der Schweiz verboten. Jedoch können die Kantone Ausnahmebewilligungen vom Verbot des Erwerbs erteilen.[5] Nunchaku zu Trainingszwecken, deren Schlagteil aus Kunststoff oder einem ähnlichen Material besteht und die mit einer schlagdämpfenden Ummantelung ausgestattet sind (Soft-Nunchaku), gelten nicht als Waffe und sind daher erlaubt. Künftige Änderungen sind möglich, da das Schweizer Waffengesetz aktuell der Schengenrichtlinie 91/477 angepasst und einer nationalen Revision unterzogen wird. Inkraftsetzung ist voraussichtlich im November 2008.

 

Auch findet ihr hier Informationen über die mittelalterlichen Einflüsse und Ähnlichkeiten zu unserer Kampfkunst.

 

Zitat: Sven Baumgarten...Fechtlehrer Gladiatore

Lerne von so vielen unterschiedlichen Lehrmeistern wie möglich unterwerfe dich keinen Dogmen, wage es selbst zu Denken (sapere aude!)

Donnerlüttchen...selbst denken und entscheiden!! Hmm das stellt für viele asiatischen und Anhänger der asiatischen Kampfkunst fast schon Blasphemie dar...OK, damit können wir leben :-)

 

Vergleich zum Japanischen Shu Ha Ri

Lerne, Übe, und bringe Dich selbst ein.... 

Dieses Zitat entspricht im Grunde vollkommen unserer Auffassung von Kampfkunst

 

Die offiziellen Waffen wurden durch den Bundestrainer für Kumite und Kobudo Heinrich Reimer 7. Dan festgelegt. Andere Waffen oder Waffensysteme, wie Chinesisches Bo (Rattan oder Bambus), Iaido, Wakishashi, Eiku, Tinbe, Kama, Tekko, Rochin (jap. Herkunft) oder Eskrima, Kali, Anis (Philipinische Herkunft) Keltischer und Germanischer Stangenkampf, (europäische Herkunft) siehe Hanss Talhofer / Robert of Loxley) sind hiervon ausgenommen!!! DIESE Waffengattungen und Künste werden aktzeptiert, sind aber keine Systemeigenen Waffen!!!

Bevor wir in die mittelalterlichen Kampfkünste abgleiten bzw. sie darstellen,  muss einiges von vornherein gesagt werden. Zum einen ist es so, dass die alten europäischen Kampfkünste den japanischen mindestens ebenbürtig sind, wenn nicht,  was einige Bewaffnungen betrifft,  sogar weit voraus. Wir wollen hier keine Vergleiche anstellen, sondern lediglich Parallelen zeigen, die uns allen klarmachen,  dass wir als Europäer den Asiaten in nichts nachstehen. Im AKS finden sich inzwischen immer mehr Schwertschläger, Langbogner, mittelalterliche Ringer und Faustkämpfer ein.

Das liegt vermutlich daran, das wir von "Haus aus" zu einer großen Freizügigkeit und Kooperationsbereitschaft allen Kampfkünsten gegenüber aufrufen. Zum anderen sind die Ähnlichkeiten und die Vorteile die mittelalterliche Kampfkunstbetreibende durch eine Zugehörigkeit bzw. Kooperation mit den AKS`lern haben nicht von der Hand zu weisen. Die Kombination aus Schlag, Tritt, Hebel, Boden, Ringer und vor allem auch den Waffentechniken unseres Systems sind für die Angehörigen dieser mittelalterlichen Kampfkünste unschlagbare Argumente.

AKS kann von sich behaupten..."Wir bringen Europa und Asien unter einen Hut"

Ganz ehrlich..darauf sind wir ein bißchen stolz... 

 

Selbstverständlich können systemfremde Waffen trainiert werden und auch auf Prüfungen gezeigt und vorgestellt werden, gehören aber nicht zu unseren traditionellen Herkünften. AKS-Waffen sind durchweg JAPANISCHE Waffen!! Alle anderen traditionellen Waffen (z.B. auch germanische oder keltische Schwertschlagkunst (nach z. B. Hanss Talhofer (1459) Joachim Meyer (1570) z.B oder ähnlichem) werden geduldet und anerkannt, aber NICHT offiziell unterrichtet!!

 

Szene aus Talhofers Lehrbereich (damals Stangenkampf (für Karate Bo Jitzu)

 

Keltischer Ursprung des Stockkampfes,  für unser Kultur eigentlich das entscheidende. Bekannt geworden durch Sir Robert of Loxley, besser bekannt auch als

"Robin Hood" Dies ist selbstverständlich keine wirklich ernst zu nehmende historische Figur, eher Fiction und Legende, hat aber sehr dazu beigetragen den Stockkampf bekannt zu machen :-)

 

Der Langbogen (jap Herkunft Kiudo)

Der Langbogen wurde auch der "Gefiederte Tod" genannt. Diese Distanzwaffe hatte eine unglaubliche Durchschlagskraft, selbst Rüstungen und 3cm dicke Eichenbohlen konnten ihr nichts entgegensetzen. Im Vergleich zu den Langbögen hatten die asiatischen Waffen maximal ein Viertel der Durchlagskraft. Ein guter Langbogenschütze konnte auf eine Distanz bis zu 200 Metern innerhalb einer Minute bis zu 12 Pfeile zielgenau absetzen. Im Japanischen Kiudo geht es mehr um das "Zen" hinter dem Schußtraining. Das hat die Mittelalterlichen Schützen eigentlich nicht so interessiert. Ihr Ziel war das Ziel,  ohne irgendwelchen geistigen Hintergedanken. Es war eine reine Kriegskunst bei der es ausschließlich auf das Ergebniss ankam. Das Ergebniss war vielen Überlieferungen nach, mehr als beeindruckend...


Trainingsszene aus dem MIttelalterdorf "Bokenrode.de bei Fürstenberg

 

Literatur zu diesem Thema

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autoren

Ralf Krekeler, Hagen Seehase.

Ihr trefft Hagen und Ralf übrigens auch Life auf jeder Menge Mittelaltermärkte. Dort kann man auch die Bögen erstehen und das entsprechende Zubehör.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Tip für jeden der sich mehr zum Thema Mittelalter und allem drum und dran Interesse hat

 

Neuigkeiten:

 

Am dritten Augsutwochenende  findet nunmehr zum sechsten Male der Mittelalterbasar des Fürstenlive statt. Es werden wieder zahlreiche Händler, Handwerker, Ritter und Gaukler nach Bokenrode kommen ...

 

Kai Schadendorf, Karateka und einer der wohl besten Mittelalterschmiede!!

25  

 

Vom Dolch bis zum Breitschwert, vom Skaramasax bis zum Katana...Kai stellt euch alles in liebevoller und qualitativ absolut hochwertiger Handarbeit her

www.huegelschmiede.de

 

Schmuck und allerlei schöne Dinge aus unserer Vergangenheit

 


Ruth Uhl

Künstler
Goldschmiedemeister

 

Trotz aller japanischen Verbindungen die wir durch unsere Kampfkunst erfahren,  dürfen wir nicht unsere eigene Herkunft vergessen. Die vermutlich besten Schwert-und Stockkämpfer der Welt kamen NICHT aus Japan sondern aus den Nordländern!! Germanien, Norwegen, Schweden, Wales, Scotland und dem alten England.

Unsere mittelalterliche Kampfkunst der Nordländer  war unzweifelhaft eine der besten der Welt und wie ein Kampf zwischen einem Samurai und einem gutem Schwertkämper des Nordens ausgegangen wäre, lassen wir hier einfach einmal dahingestellt!!!

Die Trainingsmethoden sind und waren den asiatischen sehr ähnlich! Hier zum Verständniss einmal der Trainingsaufbau Mittelalterlicher Kampfkunst:

 

Fechtchoreographie und -schule Wolfgang Abart

 

 -Aufwärmtraining (nach modernen Methoden)

    -Fallschule (Vorwärts- Rückwärtsrolle und seitliches Fallen)

    -Schwertlauf (Grundstellungen, Stiche und Hiebe ohne Gegner)

    -Spiegelfechten (Schwertkampf nach vorgegebenem Ablauf gegen imaginäre Gegner) also ein Art Kata

    -Ringen (Ring-, Hebel- und Wurftechniken des fünfzehnten Jahrhunderts)

    -Schwerttechnik (Hebel-, Wurf- und andere Waffentechniken)

    -Freikampf (freier Kampf nach entsprechenden Regeln)

 

Wie man deutlich erkennen kann, sind sich die Methoden auffallend ähnlich!!

 

Hier Beispiele für geübte "Formen" also im Grunde Katas

Formen sind Verkettungen von Bewegungen nach einem festen, vorgeschriebenem Ablauf. Dabei werden die Techniken nicht nur lediglich aneinandergereiht, sondern rhythmisch zu einem einheitlichen Ganzen verbunden: dem Kampf gegen einen oder gegen mehrere imaginäre Gegner.

(völlig identisch mit der japanischen Regelung für Kata)

 

Die Beschreibung der Formen ist für Rechtshänder ausgelegt. Linkshänder vertauschen die entsprechenden Angaben für "links" und "rechts". Bei manchen Formen ist es möglich, durch kleine Änderungen im Ablauf die Form auch zusammen mit Rechtshändern zu laufen.

(im Vergleich zur japanischen Kata revolutionär, weil Freiheit in der Ausführung...für AKS identisch weil im AKS die persönliche Ausführung nach körperlichen Voraussetzungen zugelassen ist, dazu gehört auch Linkshändertum)

 

Die einzelnen Aufzählungspunkte sollen als einheitliche Basis für das gemeinsame Formtraining mit Zählen dienen.

 

  • Form 1
  • Erwachendes Schwert
  • Form 2
  • Singendes Schwert
  • Flammentanz
  • Form 3
  • Klinge des Ausgleichs
  • Grüner Storch der nach Süden zieht
  • Schwert im Herzen tragen

 

 

Sicher ist nur eins,  die Nordmänner waren die gefürchtesten Kämpfer der Welt. Wir haben in unsem Kampfsystem viel von ihren Schwert, Stock, Box, Tritt und Ringerkünsten übernommen. Dazu haben wir auch noch die List und Kunst der japanischen Karatekas übernommen. Das nennen WIR Kulturzusammenführung!! Wenn ihr neugierig seit und offen für die Kunst des ganzen,  dann seit uns willkomen.

 

Hinweis...und wirklich ernst gemeinte Warnung:

Waffentraining in jeder Form, birgt IMMER ein erhebliches Risiko!! Um nicht zu sagen es ist wirklich gefährlich.... ein einziger Schlag eines germanischen Skaramasax

kann einem den Arm abtrennen.... und das ist "NUR" eine mittelalterliche Kurzwaffe. Was bei Schwertern passieren kann oder bei Bo, Sai und Tonfa könnt ihr euch vorstellen.....das zerschmettern von Knochen ist das geringste Übel!!!!

Daher ist ein Waffentrainining NICHT für Kinder geeignet, allerhöchstens in Kataform. Kumite (Kampf) Übungen sollten NUR von Erwachsenen trainiert werden. Freikämpfe ausschließlich mit entsprechender Schutzausrüstung!!

Bei allen systemeigenen Waffen,  handelt es sich um traditionelle japanische Waffen. Diese vier Waffen Bo, Hanbo, Sai, Tonfa, werden innerhalb des Stils offiziell unterrichtet. Nunshaku gehören zwar ursprünglich dazu, sind aber auf Grund der Gesetzeslage ausgenommen, sie werden hier nur aus nostalgischen Gründen aufgeführt. Es ist möglich bei Prüfungen auch andere Waffen zu zeigen, vorzustellen und anzuwenden. Sie gehören allerdings NICHT zu den traditionellen AKS-Waffen und werden nicht offiziell unterrichtet.

Andere Waffen als die oben genannten werden auf Lehrgängen oder Schulungen nicht unterwiesen und die Prüflinge müssen sich die Infos und den Unterricht ausserhalb des Systems aneignen. Was für uns keinerlei Problem darstellt. Der Garten der Kampfkunst hat viele schöne Blüten, warum sollten wir unseren Schülern nicht die Möglichkeit geben auch andere Dinge zu sehen und kennenzuzlernen.

 

Allgemeine Information

über traditionelle japanische Kobudo Waffen, Keltische und Germanische Schwert- und Kurzwaffen, mehr Info folgt:

 

 

Degen:
Der Kampf mit dem Degen (heute sagen wir Dolch).
Der Degenkampf basiert auf dem Ringen. Der Degen war die wichtigste Waffe zur Selbstverteidigung und ständiger Begleiter eines Edlen in Friedenszeiten. Viele Techniken die heute noch geübt werden stammen aus dem Fechtbuch Goliath (1520).

Was die Länge bzw. Größe der "Degen" betrifft, haben die meisten vermutlich völlig falsche Vorstellungen. Was hier als Degen bezeichnet wird waren bis zu 50cm lange Klingen. Also schon recht beeindruckende "Kaliber"

 

 

 

Keltisches Schwert

 


Ein Kurzschwert ist ein einhändig geführtes Schwert mit kurzer Klinge zwischen 40 und 80 cm

 

Ursprung und Verbreitung

Ihren Ursprung hat die Spatha als Reiterschwert der Kelten, vermutlich speziell der Noriker, wo es sich aus den kürzeren Hieb- und Stichschwertern (die ebenfalls Vorläufer des römischen Gladius waren) entwickelte. Auf dem Umweg über von Rom angeworbene keltische Reitertruppen gelangte die Spatha in das Arsenal der römischen Legionen und war im 2. Jahrhundert unter Hadrianus bei den nun regulären Reiterverbänden in Gebrauch. Erst in spätrömischer Zeit fand die Spatha dank ihrer überlegenen Eigenschaften auch verstärkt bei Fußtruppen Verbreitung und löste dort den Gladius ab.

Die keltisch-römische Spatha war zwischen 75 cm und 110 cm lang und besaß stets eine etwa 4 cm breite Klinge rhombischen Querschnitts ohne Hohlkehle. Die Schneiden verliefen parallel oder mit sehr geringer Verjüngung und waren oft selektiv gehärtet. Der Ort war meist als Spitze ausgeformt. Das Gefäß bestand stets aus organischen Materialien wie Holz und Bein.

Bereits vor der Zeitenwende hatten auch die Germanen diesen Schwerttyp von den Kelten übernommen und mit der eigenständigen Weiterentwicklung begonnen. Die germanische Spatha verfügte über eine mit meist ca. 5 cm etwas breitere Klinge, war meist zwischen 90 und 100 cm lang und rund 1kg schwer. Die Schneiden waren ebenfalls meist parallel, der Ort hingegen geschärft, aber meist abgerundet. In der weiteren Entwicklung wurde die Spatha zunächst mit mehreren schmalen, spätestens ab der Völkerwanderungszeit mit einer einzigen breiten Hohlkehle auf beiden Seiten der Klinge versehen. Das Gefäß war zunächst ebenfalls aus organischen Materialien gefertigt, ab der Völkerwanderungszeit wurden hier auch zunehmend Metallteile verwendet, vor allem Bronze, Eisen (oft mit Silber tauschiert), gegossenes Silber und sogar Gold.

Bei den Germanen war die Spatha zunächst wie bei den Kelten eine reine Kavalleriewaffe. Dies war nicht zuletzt durch die, aufgrund des teuren Stahls, immensen Kosten für solche Schwerter begründet, die nur für wohlhabende Krieger, die sich auch den Besitz von Pferden erlauben konnten, erschwinglich waren. Später jedoch sollte sich die Waffe auch für Fußtruppen bewähren. Dennoch war die Spatha nach wie vor den wohlhabenderen Kriegern der Oberschicht vorbehalten, zumal aufwändig gearbeitete Wehrgehänge (stilistisch passend zum Gefäß der Spatha) als Statussymbol unverzichtbar waren. Der Speer blieb hingegen die allgemeine Schwerpunktwaffe aller (freien) Schichten.

Dabei waren Spathae bei aller Verzierung grundsätzlich keine reinen Repräsentationswaffen, sondern durchaus für den Kampf gemacht. Eine Ausnahme zu der Regel mag die in der Handhabung unpraktische Sonderform der Goldgriffspatha darstellen.

Im Verlauf der Völkerwanderung wurde die Spatha schließlich von quasi allen in Europa kämpfenden Völkern übernommen, einschließlich z.B. der Hunnen und Sarmaten.

Lag der Schwerpunkt der Waffenindustrie während der Römerzeit noch im Noricum, verlagerte sich dieser später ins von den Franken beherrschte Rheinland. Dort entstanden über Jahrhunderte aktive und bekannte Manufakturen wie "Ulfberht", deren Klingen auch im Ausland begehrt waren (und sogar gefälscht wurden). Nach Skandinavien hatte sich ein schwunghafter Exporthandel entwickelt, bis die fränkischen Herrscher aufgrund der zunehmenden Raubzüge der Wikinger ein Exportverbot aussprachen. Vollständig unterbunden wurde der Handel dadurch jedoch nicht. Ein großer Teil der sogenannten "Wikingerschwerter" stammt aus dem Rheinland, während in Skandinavien selbst zu dieser Zeit kaum Waffen hoher Qualität produziert wurden.

 

 

 

Keltische Dolchwaffe

 

 

Sax (Waffe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Schwerer Breitsax 7. Jahrhundert mit Rekonstruktionsversuch

Sax (der Sax, Pl.: Saxe), auch Sachs oder Skramasax (althochdeutsch sahs für Messer), bezeichnet eine Gruppe von einschneidigen Hiebschwertern, die in Mitteleuropa von der vorrömischen Eisenzeit bis in das Hochmittelalter verbreitet waren.

Die erste Verbreitung finden Saxe in Skandinavien seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. Kontinental verbreiten sich Saxe seit der frühen Römischen Kaiserzeit vom Baltikum und der Unterelbe ausgehend. Im 9. Jahrhundert, mit Aufgabe der Beigabensitte kommt der Sax im kontinentalen Raum allmählich aus der Mode und wird durch andere Waffen abgelöst. Im Gegensatz dazu erfreuen sich Saxe auf den britischen Inseln und in Skandinavien weiterhin großer Beliebtheit.

 

Inhaltsverzeichnis


 

 

Konstruktion und Entwicklung


Verschiedene merowingerzeitliche Saxe

Die Entwicklung merowingerzeitlicher Saxe erfolgte in folgenden Schritten:

Kurzsax
Mit einer durchschnittlichen Blattlänge von 200 bis 250 mm und einer Breite von 28 bis 30 mm. Die einfach gestaltete, messerähnliche Klinge hat ihren Ort (Klingenspitze) zwischen der Mittel- und Rückenlinie. Die kurze Angel ist mittig angesetzt und trägt selten Bunt- oder Edelmetallbeschläge an der hölzernen Griffhilze (Griffstück). Diese Klingen sind Weiterentwicklungen aus spätantiken Messerformen. Um die Mitte des 5. Jahrhunderts finden Kurzsaxe im fränkischen Bereich ihre größte Verbreitung, allerdings fehlen sie in Niederdeutschland.

Schmalsax I
Ab Mitte des 6. Jahrhunderts weisen die Klingen eine durchschnittliche Länge von 300 mm und eine Breite von 30 mm auf. Der Ort ist weiterhin zwischen Mittel- und Rückenlinie. Die lange Angel ist am Ansatz schmaler als die Klinge und sitzt auf Klingenschultern. Die Hilze trägt häufig eine Hilzenplatte, ein mit dem Griff bündiges Stichblatt, und einen Knauf. Die Klingen sind aufwändiger gestaltet und die Waffe erreicht Gesamtlängen von bis zu 400 mm. Allmählich treten Schmalsaxe auch in Niederdeutschland auf.

Schmalsax II
Ab dem letzten Viertel des 6. Jahrhunderts sind die Klingen einfacher gestaltet als die des Schmalsax I. Die durchschnittliche Blattlänge beträgt etwa 290 mm bei einer Breite von etwa 33 mm. Der Ort liegt auf der Mittellinie und die kürzeren Angelstümpfe liegen mittig an der Klinge. Die Klingen sind einfach gestaltet und ohne Verzierung.

Leichter Breitsax
Ab Ende des 6. Jahrhunderts wachsen die Klingenlängen auf durchschnittlich 305 mm bei Breiten von 43 mm. Der Ort liegt auf der Mittenlinie und die mittenständigen Angeln erreichen häufig die Länge des Blatts. Die Klingen sind vereinzelt mit Rillen dekoriert und tragen im Querschnitt rechteckige Hohlkehlen, die der Rückenlinie des Blattes folgen. Schmiedetechnische Besonderheiten sind nicht zu beobachten. An einigen Breitsaxen finden sich jedoch Inschriften in Form von Runen oder Buchstaben. Die hölzernen Hilzen tragen gelegentlich metallene Griffzwingen zur Verstärkung und teilweise auch aufgenietete Knäufe. Sehr aufwändige Verzierungen erfahren die Scheiden der Saxe mit Nieten, Knöpfen, Scheidenmundblechen, Ortbändern und Lederverzierungen. Breitsaxe werden häufig auch als Zweitwaffe neben der Spatha getragen.

Schwerer Breitsax
Ebenfalls ab Ende des 6. Jahrhunderts treten schwere Breitsaxe auf, deren Klingenlängen jedoch durchschnittlich bei 355 mm und Breiten um 49 mm liegen. Ansonsten weisen die schweren Breitsaxe die gleichen Merkmale wie die Leichten Breitsaxe auf.

Langsax
Ab dem letzten Viertel des 7. Jahrhunderts werden die Klingen der Breitsaxe zunächst mit durchschnittlichen Längen von 490 mm schlanker bei Breiten um 42 mm. In der Endphase erreichen die Längen durchschnittlich 520 mm. Der Schwerpunkt der Waffe rückt in die Nähe der Klingenschulter. Verfeinerte Schmiedetechniken und Damaszierung ermöglichen es, die Klingen leichter zu gestalten. Der Ort liegt anfangs mittig und rückt in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts in Richtung Schneidenlinie. Die Klingen sind mit Zierrillen und Hohlkehlen verziert. Die Angeln verkürzen sich wieder zu Stümpfen und die aufgeschobenen Hilzen sind bis zu einem Drittel länger als die Angel. Die Scheiden sind im Vergleich zu den Breitsaxen wieder sehr einfach gestaltet und beschränken sich lediglich auf kleine eiserne Ösenbügel auf der Rückseite. Langsaxe treten archäologisch besonders in den sächsisch geprägten Territorien wie Westfalen und Niedersachsen als Hauptwaffe alleine und nicht in Kombination mit Spatha auf. In den fränkisch und friesisch geprägten Regionen, besonders in Süddeutschland, sind die Langsaxe dagegen fertigungstechnisch einfacher aufgebaut und treten noch als Beiwaffe neben der Spatha auf.

Trivia

  • Während der Kurzsax als dolchartiges Stoßmesser gehandhabt wird, sind Schmalsax und Breitsax wie Macheten eher für hiebartigen Einsatz geeignet. Der Langsax wird eher schwertähnlich geführt.
  • Nach Genrich [1]und Rech[2] geht der Name der Sachsen (nach Ptolemäus, 150 n. Chr.) ursprünglich möglicherweise auf einen kultischen Kriegerverband der Chauken – die („Schwertgenossen (des Gottes) Sahsnôt“) – zurück, die wiederum nach ihrer Hauptwaffe – dem Sax – benannt wurden.
  • Im Jahr 575 wird Sigibert I. von zwei gedungenen Mördern durch einen vergifteten Skramasax getötet, nachdem er nur wenige Tage zuvor zum König von Neustrien gekrönt wurde.
  • Der Sagenheld Dietrich von Bern trug kein Schwert, sondern einen Sax. Dies geht aus dem Namen der Waffe hervor, welche von seinem Besitzer stets als der Eckesachs bezeichnet wird.

Quellen 

Schriftliche Erwähnung findet der Sax u. A. bei:

  • Gregor von Tours: Historia Francorum. um 591, Kaptitel:4.51: Tunc duo pueri cum cultris validis, quos vulgo scramasaxos vocant, infectis vinino, malificati a Fredegundae regina, cum aliam causam suggerire simularent, utraque ei latera feriunt
  • Leges Visigothorum. um 654
  • Liber Historiae Francorum. um 727, Kapitel 35: dum rex de equo discenderet, euntibus reliquis personis ad mansiones suas, ibi gladiatores percusserunt regem in ventrem suum duobus scramsaxiis

Literatur

  • Herbert Westphal: Sax. In: Beck, Geuenich, Steuer (Hrsg.) Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Bd. 26 Saal-Schenkung, De Gruyter, Berlin New-York 2004, S. 538–546 ISBN 3-11-017734-X
  • Herbert Westphal: Franken oder Sachsen? Untersuchungen an frühmittelalterlichen Waffen. Studien zur Sachsenforschung 14, Isensee, Oldenburg 2002. ISBN 3-89598-875-8. S. 174-214, 266 ff.
  • Wilfried Menghin: Das Schwert im frühen Mittelalter. Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1, Theiss Verlag, Stuttgart 1983 ISBN 3-8062-0362-8 <small>(befasst sich jedoch primär mit frühmittelalterlichen Spathen)</small>

Einzelnachweise 

  1. Albert Genrich: Der Name der Sachsen – Mythos und Realität. In: Studien zur Sachsenforschung, 7. S. 137–144, Verlag August Lax, Hildesheim 1991
  2. Manfred Rech: Chauken und Sachsen in der schriftlichen Überlieferung. In: Dieter Bischop: Siedler, Söldner und Piraten – Chauken und Sachsen im Bremer Raum (Bremer Archäologische Blätter, Beiheft 2/2000). S. 119–134, Der Landesarchäologe, Bremen 2000

Weblinks


Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

Ringen:
Schon Kinder wurden im Mittelalter im Ringen unterrichtet.
Das Ringen bildet eine wichtige Säule der mittelalterlichen Kampfkünste, deshalb kommen Ringtechniken in fast allen Fechtbüchern vor. Die wichtigsten Ringbücher die heute noch erhalten sind: Ringbuch von Hanns Wurm (1505) und das Buch von Fabian von Auerswald (1537).

 

 

 

Lebendige Schwertkunst

von karlö ulriksson

spätgotisches Schwertfechten im Stil des 15. Jahrhundert

 

Kampfweisen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an die Kampfkunst mit dem Schwert heranzugehen. Die Kampfweise wurde von vielen Faktoren beeinflußt: Waffentechnik, Kultur, Mentalität, Ehrenkodex, Zweikampf oder Schlachtordnung, Taktik und vor allem vom Ausbildungsstand der Kämpfer. Wir unterscheiden zunächst die Kampfweisen mit dem Schwert zu einer oder zu zwei Händen, den Kampf mit Schwert und Schild, den Zweikampf oder den Kampf in der Schlacht. Jetzt muß noch zwischen Schaukampf, Reenactment, Kampfsport und Kampfkunst unterschieden werden. Beim Schaukampf wird eine mehr oder weniger gut einstudierte Fechtszene meist möglicht theadralisch mit Schlägen auf Schild und Klinge des Gegners vorgeführt. Die Kämpfe dauern unnatürlich lange und sind wie in den meisten Hollywood-Historienfilmen vollständig unrealistisch. Kampfsportarten sind ritualisierte Sportarten, die zwar den Wettkampf nach Regeln zum Ziel haben, aber nicht den realistischen Kampf um Leben und Tod. In den echten Kampfkünsten wird der authentische Kampf gelehrt und geübt, natürlich auf eine Art und Weise, die Verletzungen nach menschlichem Ermessen ausschließt. Hier nimmt die Form oder japanisch: Kata einen besonderen Stellenwert ein. Wir finden dies besonders im chinesischen Tai Chi oder dem japanischen Iai Do. Das einzige Ziel des Schwertkampfes ist es, den Gegner schnellstmöglich zu töten oder kampfunfähig zu machen. Das Ziel für einen Schwerthieb- oder Stich sind deshalb immer leicht verletzliche Partien des Gegeners oder Schwachstellen in der Rüstung, niemals das gegenerische Schwert oder Schild!

 

Vergessene Fechtkunst

In Europa wurde die Kampfkunst mit dem Schwert seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr gelehrt, als die Feuerwaffen auf dem Schlachtfeld mehr und mehr den Ausgang bestimmten. Übrig blieb nur das Wissen um das Fechten mit dem (Reiter)Säbel, Degen und Florett, woraus sich das Duell- und studentische Fechten entwickelt hat bis hin zum modernen Sportfechten.

 

China und Japan

Im Gegensatz dazu wurde der Kampf mit dem Schwert in China und Japan bis heute weiter praktiziert und ist Bestandteil vieler fernöstlicher Kampfkünste und Kampfsportarten. Zum Beispiel lassen sich alle Techniken im Aikido nicht bloß mit bloßen Händen ausüben, wie es normalerweise gelehrt wird, sondern auch mit dem Schwert, woher sie ja ihren Ursprung haben. Einige dieser Techniken finden wir auch in den Fechthandschriften des späten Mittelalters (Talhoffers Fechtbücher) wieder, so dass wir davon ausgehen können, dass bei uns in Europa ebenfalls ausgefeilte und äußerst wirksame Kampftechniken zur Anwendung gelangten.

 

Achtung vor der Waffe

Ein anderer Punkt ist die Achtung vor der Waffe, die sehr wertvoll war und häufig von Generation zu Generation weitervererbt wurde, wobei häufig die Parierstange, der Griff und Knauf neuen Moden und Kampftechniken angepasst wurden. So finden wir zum Beispiel im Züricher Landesmuseum ein Landsknechtsschwert (Katzbalger) aus dem 15. Jahrhundert, dessen Klinge noch von einer alamannischen Spatha aus dem 8. Jahrhundert stammt!

 

Schneide gegen Schneide?

Wären nun alle diese Klingen, wie man es in den meisten Spielfilmen und bei Schaukämpfen sieht, beim Kampf Schneide gegen Schneide geschlagen worden, hätten sie kaum so lange überlebt. Jeder Schlag, Schneide gegen Schneide mit einem scharfen Schwert, reißt tiefe Scharten in die Klingen. In der Wikingerzeit hatte ein gutes Schwert den Preis von 20 bis 30 Ochsen und wurde daher sicherlich nicht leichtfertig beschädigt. Sicher gab es Ausnahmen von dieser Regel, doch gehen wir bei der Rekonstruktion des mittelalterlichen Schwertkampfes von dieser Prämisse aus

 

Talhoffers Fechtbücher

Auf der Grundlage der drei Fechtbücher von Hans Talhoffer aus den Jahren 1443 bis 1467 hat Wolfgang Abart die Schwertformen des 15. Jahrhunderts rekonstruiert.  Er bietet Lehrgänge an, in denen  zunächst der Kampf mit dem Schwert zu zwei Händen geübt wird, wie dies seit der Fechtschule Liechtenauers am Ende des 14. Jahrhunderts praktiziert wurde. Aus Sicherheitsgründen verwenden wir bei unseren Lehrgängen für Anfänger ausschließlich Holzschwerter. Für FortgeschritteneFechtvorführungen setzen wir unsere sogenannten „Fechtschwerter” ein, die zwar stumpf sind, aber nicht das hohe Gewicht von Schaukampschwertern haben, da wir harte Schläge Schneide gegen Schneide vermeiden.

 

„Lebendige Schwertkunst”

Im Unterschied zu dem sogenannten Schaukampf auf mittelalterlichen Veranstaltungen oder in Hollywood-Filmen hat unsere „Lebendige Schwertkunst” nicht das Ziel, den Schild des Gegners zu demolieren oder möglichst spektakuläre und langanhaltende Schlagwechsel mit dem Schwert durchzuführen, sondern mit möglichst geringer Anstrengung den Gegener kampfunfähig zu machen ohne die Schneiden der Schwerter zu beschädigen. Die „Lebendige Schwertkunst” versteht sich als klassische Kampfkunst in europäischer Tradition, als ein Weg geistiger und körperlicher Schulung. Sie ist kein Wettkampf-Sport, in dem es darum geht, einen Gegener zu besiegen, sondern eine Weise fortwährender Übung mit dem Ziel der Vervollkommnung des eigenen Weges mit Hilfe des Schwertes .

 

 

Interessante Quelle zu diesen Themen:

 

http://www.lebendige-schwertkunst.de/3wissen/wissen.htm

 

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